Unterschiede zwischen Funk-Hygrometern und anderen Hygrometer-Typen

Worin liegen die Unterschiede zwischen Funk-Hygrometern und anderen Hygrometern?

Ein feuchter Kellerraum, in dem Schimmelbildung droht, die Ermittlung der genauen Luftfeuchtigkeit in einem Gewächshaus zur idealen Züchtung sensibler Pflanzen und allerlei andere Gründe verleiten Privatkäufer wie auch Unternehmen hierzulande regelmäßig dazu, einen Hygrometer zu erwerben. Zahlreiche andere Käufer hingegen sind sich des Kaufs eines Hygrometers noch nicht einmal bewusst, denn häufig sind diese bereits in handelsübliche Wetterstationen integriert, welche neben einer Überwachung von Thermo-Daten wie beispielsweise der Temperatur auch mittels spezieller Sensoren die Feuchtigkeit messen und in quasi jedem Haushalt vorhanden sind.

Dabei gibt es zwei verschiedene Gruppen an Hygrometern, die sich in einem wesentlichen Aspekt voneinander unterscheiden. Hersteller wie beispielsweise TFA Dostmann oder Hama stellen nämlich einerseits Hygrometer her, die via Funk die Signale von Außenstationen aufnehmen und zur Ausgabe verarbeiten, und andererseits Geräte, die im Gerät integrierte Messungen durchführen und somit keinerlei Werte via Funk empfangen. Daraus folgend stellt sich die Frage, welche Unterschiede überhaupt zwischen Funk-Hygrometern und anderen Hygrometern bestehen. Außerdem möchten viele Kaufinteressenten wissen, welche Vor- und Nachteile die beiden unterschiedlichen Lösungen besitzen. Daher geht dieser Artikel beiden Fragen genauer auf den Grund.

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Außensender übertragen Signale in Echtzeit auf die Hauptstation

Vorteile und Nachteile der Funk-Lösung liegen auf der Hand und ergeben sich aus den Unterschieden zwischen beiden Varianten. Vorteilhaft ist unter anderem, dass Messungen fernab der Basisstation vorgenommen werden können. Wer beispielsweise den Luftfeuchtigkeitsunterschied zwischen drinnen und draußen bestimmen möchte, um etwa zu ermitteln, ob sich ein Lüften des Hauses anbietet, ist mit der Funk-Variante deutlich besser beraten als mit der Variante ohne Funk. Bei der Funk-Variante wird nämlich ein Außensender ebenso wie bei den klassischen Wetterstationen im Außenbereich installiert. Dieser Sender nimmt daraufhin Kontakt mit der Basisstation des Hygrometers auf und überträgt regelmäßig die aktuellen Werte. Liegen große Differenzen zwischen der Feuchtigkeit im Innen- und Außenbereich vor, sprechen die meisten Geräte sogar automatisch eine Lüftungsempfehlung aus, sodass der Verwender des Geräts bequem über notwendige Maßnahmen informiert wird. Wie bei Thermo-Werten können bei einigen Modellen zudem Minimal- und Maximalwerte angezeigt werden, was eine genauere Analyse der Feuchtigkeitswerte über den Tag hinweg ermöglicht. All dies führt letztlich zu einer besseren Überwachung und Steuerung der Luftfeuchtigkeit und verhindert dadurch Schimmelbildung sowie je nach Einsatzgebiet allerlei mehr.

Aufwendigere Installation und höhere variable Kosten

Dahingegen existieren einige Nachteile bei der Funk-Variante. Die Außensender müssen beispielsweise mit einer eigenen Stromversorgung versehen werden. Noch dazu sind in diesen Geräten selten Akkus integriert, weshalb es in aller Regel mehrerer Batterien zum Betrieb der Außenstationen bedarf, die noch dazu im regelmäßigen Turnus vom Nutzer des Hygrometers ausgetauscht werden müssen. Andernfalls drohen ungenaue Messwerte oder im schlimmsten Falle ein vollständiges Ausbleiben ebendieser Werte. Des Weiteren ist die Installation aufwendiger, da die unterschiedlichen Außensender trotz der drahtlosen Verbindung zwischen den einzelnen Stationen zunächst mit der Basisstation verknüpft werden müssen, damit eine Anzeige der Luftfeuchtigkeit des Außenbereichs möglich ist. Zudem ist eine Montage an den dafür vorgesehenen Außenstellen notwendig. Dies beschert ebenfalls zusätzlichen Aufwand.

Folglich besteht neben der Messung der aktuellen Temperatur und Feuchtigkeit im Inneren dank Funk-Hygrometern auch die Möglichkeit, die Luftfeuchtigkeit im Außenbereich zu messen. Mit Geräten von namhaften Herstellern wie zum Beispiel TFA Dostmann, Hama & Co. sind sich Profis wie auch Laien stets darüber im Klaren, wie die aktuellen Feuchtigkeitswerte aussehen, um entsprechend auf diese reagieren zu können. Zwar fallen bei dieser Art der Hygrometer tendenziell Mehrarbeiten hinsichtlich der Installation und noch dazu höhere variable Kosten an, da alle Außenstationen eine eigene Energieversorgung benötigen, doch legen die Vorteile bezüglich einer umfassenderen und präziseren Messung der Luftfeuchtigkeit außerhalb des Raumes, in dem sich die Basisstation befindet, den Erwerb eines Funk-Hygrometers für Unternehmer wie Laien nahe.