Alles wichtige zu Hygrometern

Hygrometer – die perfekten Schimmelwächter

Schimmelbefall hinter Schränken oder in Ecken macht krank, darüber muss man nicht streiten. Nicht nur der gesundheitliche Aspekt für Mieter steht hier im Vordergrund, sondern natürlich auch die Bausubstanz der Immobilie. Ist der Schimmel erst da, ist sofortiges Handeln erforderlich. Leider erkennen Mieter und Hausbesitzer das Problem meist erst, wenn es zu spät ist. Dabei ist es ganz einfach, Schimmelpilz zu erkennen, beziehungsweise vor Entstehung zu stoppen. Wie das geht? Ganz einfach, mit einem Hygrometer, der in keinem Haushalt fehlen sollte.

2015-08-11 call to action button

Was ist ein Hygrometer

Hygrometer, auch Feuchtigkeitsmesser genannt, sind Messgeräte, die die atmosphärische Luftfeuchte messen. Unter Luftfeuchte versteht man den Wasserdampf, der anteilig in der Umgebungsluft enthalten ist. Die Luft kann eine begrenzte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne dass es in geschlossenen Räumen zu Schimmelpilz kommt. Die Faustregel besagt, dass, je höher die Temperatur der Luft liegt, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen. Liegt die Luftfeuchte bei 100 Prozent, ist die maximale Menge Wasserdampf, die aufgenommen werden kann, erreicht. In Wohnräumen sollte die relative Luftfeuchte unter 65 Prozent liegen, um Schimmelbefall sicher vorzubeugen. Liegt die Prozentzahl darüber, muss gut gelüftet werden.

Absorptionshygrometer

Ein Hygrometer arbeitet entweder mechanisch oder digital, wobei elektronische Hygrometer meist genauer messen als mechanische. Das Haarhygrometer ist vielen ein Begriff und die Funktionsweise erklärt sich fast von selbst. Das menschliche Haar ändert bei Feuchtigkeit seine Länge. Ist die Luftfeuchte gering, zieht es sich zusammen. Die ermittelte Änderung am Haar wird sofort auf einen Zeiger übertragen, der dann anhand einer Skala die relative Luftfeuchtigkeit anzeigt. Bevorzugte man früher Frauen- oder Pferdehaar, greift man heute immer öfter auf synthetische Stoffe zurück. Diese Form von Hygrometern wird auch als Absorptionshygrometer bezeichnet. Nachteilig bei diesem Messgerät ist, dass es alle vier bis sechs Monate neu justiert werden muss, um exakte Werte anzuzeigen.

Taupunkt- oder Kondensationshygrometer

Ein sehr präzises Messverfahren ist die Bestimmung des Taupunkts. Hierzu wird ein Spiegel oder aber eine Metallkugel bis unter den Taupunkt gekühlt, sodass sich die durch Kondensierung entstehende Flüssigkeit darauf niederschlägt. Die gleichzeitig gemessene Temperatur bestimmt dann die relative Luftfeuchtigkeit und ermittelt den Dampfdruck.

Psychrometer

Bei diesem Messgerät werden zwei Thermometer zur Messung genutzt. Bei einem der Thermometer wird der Temperatursensor (also das Quecksilbergefäß) mit einem stetig befeuchteten Gewebe überzogen. Durch die Kondensierung wird diesem Thermometer Wärme entzogen, sodass es eine geringere Temperatur anzeigt als das trockene Thermometer. Um nun die relative Leuchtfeuchtigkeit zu bestimmen, nimmt man die Temperaturdifferenz.

Moderne Technik

In Elektro- und Baumärkten finden sich heute vornehmlich digitale Hygrometer, die anhand von Feuchtesensoren die Luftfeuchtigkeit messen. Die Anzeige der ermittelten Werte erfolgt digital. Vorteilhaft ist die einfache Kalibrierung dieser Messgeräte. Hierzu wird einfach die Batterie entnommen und erneut wieder eingesetzt.

Klein aber fein

Gerade im Bereich der Messtechnik gibt es eine große Anzahl an hervorragenden Produkten. Ein wahres Wunderwerk an geballter Technik bietet das Thermo Hygrometer Comfort Control von TFA. Hochgenau und superschnell misst es die Luftfeuchtigkeit sowie die Innentemperatur (von Minus 10 bis Plus 60 Grad) und verfügt über eine optische und akustische Schimmelwarnung. Bei diesem Produkt bleiben keine Wünsche offen. Für schimmelanfällige Wohneinheiten wird kontinuierlich der Taupunkt im Display angezeigt. Ein eher puristisches Gerät, welches auf großen Schnickschnack verzichtet und durch Leistung überzeugt.

Technik die überzeugt

Neben den kleinen praktischen Messgeräten zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit gibt es natürlich auch die Möglichkeit, weitere Werte digital anzeigen zu lassen. Hier ist die Rede von Wetterstationen. Nicht immer stimmt, was die Wettervorhersage verspricht, deshalb gibt es immer mehr Verbraucher, die lieber ihre eigene Wetterstation befragen. Wetterstationen sind clevere Geräte im Bereich der Messtechnik, die mehr können als nur ein paar Gradzahlen anzuzeigen. Zum Standard gehört die Anzeige der Innentemperatur, eine Uhr und manche verfügen über ein eingebautes Hygrometer, das die Luftfeuchte misst. Die Raumtemperatur kann nicht nur in Celsius-Gradzahlen, sondern auch in Fahrenheit angezeigt werden. Qualitativ hochwertigere Wetterstationen zeigen sogar die Luftfeuchtigkeit draußen sowie die Außentemperatur an, selbst ein Barometer kann zur Ausstattung einer Wetterstation gehören. Diese Geräte verfügen mitunter über ein Unwetterwarnsystem. Wie bei allen Produkten gibt es natürlich auch hier preisliche Unterschiede, sodass sich ein genauer Preisvergleich anbietet.

Braucht man diese Technik wirklich?

Letztendlich entscheidet noch immer der persönliche Anspruch über eine Anschaffung. Dies gilt nicht zuletzt auch für Messgeräte dieser Art. Für Hausbesitzer und Mieter sollte die Anschaffung eines solchen Messgerätes keine Option, sondern ein Muss sein. Ist der Schaden erst entstanden, kann es mitunter sehr teuer und zeitintensiv werden, den Schaden zu regulieren. Hier ist es einfacher Vorsorge zu treffen und dies ist mit wenig finanziellem Aufwand realisierbar.